Benoit Dunoyer de Segonzac, Kontrabass
Benoît Dunoyer de Segonzac (geb. 1962 in Straßburg) ist ein französischer Kontrabassist, der an der Schnittstelle zwischen Jazz, klassischer Musik und Bühnenmusik tätig ist.
Nach einer klassischen Ausbildung am Cello und an der Klarinette entdeckt er als Teenager den Jazz, beginnt mit 20 Jahren Bass und Kontrabass zu spielen und bringt sich selbst das Improvisieren bei.
1997 schloss er sich dem Jacques Loussier Trio (Schöpfer von Play Bach) an, mit dem er etwa fünfzehn Jahre lang tourte und Aufnahmen machte und ein „Crossover”-Repertoire zwischen Bach/Satie und Jazz entwickelte. In diesem Trio Loussier wurde sein Kontrabassspiel oft für die melodische Verflechtung mit dem Klavier in Neuinterpretationen von Bach (und darüber hinaus) hervorgehoben, ein Ansatz, der durch die Tourneen und Aufnahmen der Gruppe populär wurde.
Auf der Bühne und im Studio arbeitet er mit Instrumentalisten wie Jean-Michel Pilc, Kenny Wheeler, Vincent Courtois, Édouard Ferlet, Yvan Cassar, Steve Nieve, Bruno Fontaine oder Jean-Philippe Goude zusammen; und mit Sängern/Sängerinnen wie Ute Lemper, Bobby McFerrin, Juliette Gréco, Tom Novembre, Roberto Alagna, Natalie Dessay oder Juliette.
Er war auch Mitglied der Gruppe Paris Combo neben Belle du Berry und David Lewis.
Er ist sehr präsent im Orchestergraben und war in großen Produktionen wie Der König der Löwen, Cats, Mamma Mia! und Cabaret zu hören.
In jüngerer Zeit begleitet er Musikaufführungen in Paris, darunter Chance ! (Théâtre La Bruyère, 2018-2019 und 2021-2022) und Virginie et Paul (Théâtre Le Ranelagh, 2024).
Seine Diskografie deckt ein breites Spektrum ab, von Klassik über Jazz bis hin zu Chanson und „neuer” Musik, und umfasst zahlreiche Film- und Theatermusiken. Besonders hervorzuheben ist das Album Plumes (2006) mit Catherine Delaunay und Édouard Ferlet (Mélisse Music).
Er ist auch auf neueren Aufnahmen zu hören, beispielsweise auf Titeln von Patrick Villanueva, die 2024 erschienen sind (Le piano penche EP), wo er als „feat.” aufgeführt ist.
Im Kino/auf der Leinwand ist er in Projekten wie Demandez la permission aux enfants (2007) oder Denis (2013) zu sehen.














































